KAVAJ Miami Review

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Ich mag mein iPhone. Es ist für mich ein täglicher Wegbegleiter in meiner Hosentasche und an Eleganz und Schlichtheit nicht zu übertreffen. Die Kombination aus Glas und Metall übten und üben immer noch eine ungeheure Anziehungskraft auf mich aus.
Gerade deshalb ist es aber auch ein sehr fragiles Gadget, bei dem ich immer Angst habe, dass es mir aus der Hand rutscht, auf den Boden fällt und zerbricht.

Ich mag mein iPhone. Und ich möchte es auch noch länger mögen. Aus diesem Grund war für mich eigentlich schon immer klar, dass es geschützt werden muss. Bei meinem aktuellen 5er1 griff ich deshalb vor fast zwei Jahren zu einer Incase-Hülle, welche die Rückseite und die Seiten einfasst, relativ wenig aufträgt und mir einen guten Schutz zu bieten scheint.2

An zwei Stellen war ich aber dennoch unzufrieden mit der Hülle:3
Zum einen gelangt immer unweigerlich Staub oder Sand zwischen das iPhone und das Case, was leider dazu führte, dass trotz des Schutzes der Rahmen meines iPhones ziemlich verkratzte und dies auch deutlich sichtbar ist.
Und zum anderen habe ich noch keine Hülle gefunden, die auch wirklich extrem passgenau sitzt. Gegenüber den Billighüllen hatte das Incase aber trotzdem wenig „Spiel”. Und doch war ich immer leicht unzufrieden mit der Situation, dass ich mir mein schönes iPhone mit einer zwar ganz passablen aber doch nie schönen Lösung “verunstaltete”. Mein Telefon wollte ich viel lieber pur genießen.

Den Stein ins Rollen brachte dann auch erst @hukl (alias John-Paul Bader), der in der Freakshow Folge 146 von seiner KAVAJ erzählte. Eine Lederhülle! Mir schossen zunächst Bilder von unschönen Hama-Produkten bzw. Herrenlederhandtaschen4 durch den Kopf. Aber @hukl hat Geschmack.

KAVAJ bietet für das iPhone (5 bis 6 Plus) drei verschiedene Hüllen an: Miami, Tokyo und Dallas, die entweder in schwarzem oder braunem Leder angeboten werden. Die beiden letzteren Hüllen sind als permanente Schutzhüllen gedacht — Tokyo umfasst nur die Rückseite (wie ich es schon von meinem Incase kannte), Dallas hat noch einen Klappendeckel.
Die KAVAJ Miami ist anders — und genau das reizte mich daran. Doch dazu gleich mehr.

Schon beim Unboxing fällt einem die Sorgfalt und Liebe zum Detail der Macher auf: Die Hülle ist schön in dunkles Papier eingeschlagen und mit Hinweisen zum Leder versehen. Zudem liegen zwei 10%-Rabattgutscheine bei, die man weitergeben kann. Auffällig – sofern man dies nicht schon vor der Bestellung wusste – sind die Fächer auf der Rückseite. Diese sind typisch für die KAVAJ-Hüllen und bieten Platz für Kreditkarten, Visitenkarten oder Geldscheine. Schon länger war ich auf der Suche nach einer Lösung, meinen Geldbeutel loszuwerden – mit der KAVAJ könnte es vielleicht klappen.

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Bei genauerer Betrachtung der Miami fiel mir die unheimlich gute Verarbeitung auf: Die Nähte sitzen an allen Stellen perfekt, auch die Fächer auf der Rückseite machen einen sehr robusten Eindruck – inwieweit diese eine häufigen Benutzung aushalten wird sich noch zeigen. Das eingearbeitete Flanell bietet dem iPhone nochmals einen geschmeidigen Schutz im Inneren. Insgesamt sitzt das Telefon in der Hülle extrem passgenau – hier wackelt wirklich auch gar nichts, im Gegenteil. Der zusätzliche Verschluss, der auf den ersten Blick gar nicht nötig erscheint, ist zudem über einen Magneten realisiert. So muss das sein!

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Auf den zweiten Blick erst erkennt man dann auch, wofür dieser gut ist: bei einem derart engen Sitz in der Hülle erscheint ein Entfernen des iPhones aussichtslos. Der Clou an diesem Verschluss ist jedoch, dass ein Zug daran das Telefon sanft aus der Hülle befördert. Auch hier merkt man die sehr gute Verarbeitung – sehr wertig!

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Mit 24,90 € gehört die Miami eher ins preisliche Mittelfeld. Unter Berücksichtigung des qualitativ hochwertigen Leders und der guten Verarbeitung ist der Preis mehr als gerechtfertigt.

Was macht diese Hülle bzw. die Firma KAVAJ außerdem so interessant und auch sympathisch?
KAVAJ ist sehr aktiv auf Twitter, Facebook und Google Plus vertreten. Zumindest auf Twitter5 glänzen die Mitarbeiter von KAVAJ durch eine schnelle Beantwortung und bieten somit einen wirklich tollen Supportkanal. So gehört sich das in 2015!
Unter dem Hashtag #myKAVAJ wird zudem monatlich ein Amazon-Gutschein im Wert von 100 € verlost. Um daran teilnehmen zu können muss lediglich ein Fotos der eigenen KAVAJ-Hülle gepostet werden.
Die Firma ruht sich auch nicht auf den Lorbeeren aus, sondern baut die Produktpalette stetig aus: neben einer schicken Tasche für das neue 12″ Macbook wurde auch ein dedizierter Geldbeutel angekündigt.
Und dann gibt es da noch 1% for the planet: KAVAJ spendet 1% des Jahresumsatzes an gemeinnützige Organisationen.

Vorteile
Die Miami erlaubt es, das iPhone in seiner Reinform zu genießen und trotzdem wird maximaler Schutz geboten. Die passgenaue Form sorgt für einen perfekten Halt. Immer wieder große Freude bereitet es mir, den Zugmechanismus zu betätigen und das iPhone zum Vorschein zu bringen. Und last but not least: Mein Geldbeutel kann nun wirklich zuhause bleiben!

Nachteile
“Jammern auf hohem Niveau” würde ich es nennen: Das iPhone wird spürbar dicker. Wenn man aber bedenkt, dass es sich bei der KAVAJ Miami um keine permanente Hülle handelt ist dies schon mehr als zu verschmerzen.
Ob das Zugband und die Fächer den Langzeittest überstehen wird sich zeigen – ich bin da aber mehr als optimistisch.

Disclaimer: Für dieses Review wurde mir von der Firma KAVAJ freundlicherweise ein Testmuster der Miami zur Verfügung gestellt.


  1. Ja, ich besitze es immer noch und bin auch noch ganz zufrieden damit. Beim 6s sollte ich dann mal wieder zuschlagen. So ist jedenfalls der Plan… 
  2. Seit ich die Hülle benutze ist mir das Telefon ein paar mal auf unseren Holzboden gefallen und es ist nie etwas passiert. Ob es auf härterem Belag den Stoß auch so gut absorbiert hätte bleibt ein großes Rätsel und ich möchte es ungern testen. 
  3. Dies hat im Übrigen nichts mit der Firma Incase zu tun, sondern lässt sich auf alle Hüllen beziehen. 
  4. Horst Schlämmer lässt grüßen! 
  5. Die anderen beiden Dienste nutze ich nicht.