Geocaching mit Kleinkindern

Rund 10 Jahre habe ich mit dem Geocaching pausiert, bevor es wieder meine Aufmerksamkeit fand. Diesmal ging es mir aber auch um die damit verbundene Unterhaltung und Medienförderung unseres vierjährigen Sprößlings – und was kann man sagen, es gefällt ihm sehr gut.

Geocaching wurde vom Kollegen Johannes Philipp mal so beschrieben:

Geocaching ist ein völlig gewaltfreies, weltumspannendes und intelligentes Spiel, das alle Altersgruppen gleichermaßen fasziniert, Computerfreaks und Stubenhocker in die Natur und Technikfeinde an den Computer bringt.

Das bringt das Wesentliche sehr konkret auf den Punkt und verdeutlicht auch die Begeisterung, die man damit schon bei Kleinkindern wecken kann.

Geocaching ist ein Paradebeispiel für die Förderung impliziter Medienkompetenz und ich möchte das kurz veranschaulichen:
Unser Sohn bewegt sich mit meinem Smartphone in der Hand durch die Natur auf der Suche nach einem Schatz. Dabei versucht er das Kartenbild mit der Umwelt abzugleichen. Er lernt dabei, dass es Himmelsrichtungen gibt, dass blaue Flächen Gewässer sind und dass man bei Annäherung von Autos den Blick unbedingt vom Display nehmen und auf den Verkehr achten muss. Beim Fund des Caches macht er ein Foto und spricht mithilfe der Diktierfunktion einen Text zum Cache-Log. Darüberhinaus geht es natürlich auch um Bewegung in der Natur, um gemeinsames Erleben und genaues Beobachten.

Für mich ist Geocaching eine verantwortungsbewusste, zielgerichtete und nachhaltige Förderung von Medienkompetenz, fernab von Wischgesten-Spielen für Kinder, bei denen man digitale Endgeräte zurecht als “Shut up-Toys” bezeichnen kann.

Demnächst werden wir dann unseren eigenen Schatz verstecken und im Netz mitverfolgen, wie andere Geocacher diesen finden.